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 Mosaik (m)eines Lebens 

Es ist der 2 Dezember 2015, in 1,5 Stunden beginnt eine meiner kostenlosen Online-Lesungen in der „Seelenschaukel“, die Texte sind parat und zu einer ansprechenden PDF formatiert – und mir geht durch den Kopf, dass ich „meinen Jungs“ gerne auf meiner Website Raum geben würde.

Meine Jungs, ich muss lächeln, wenn ich an sie denke… doch später mehr zu ihnen.

Denn sofort fällt mir ein, wie besonders mein Leben bisher war – wie viele wichtige Türen sich geschlossen haben, um neuen Platz zu machen…

Meine Berufszeit als Erzieherin war eine herrliche Zeit. Ich liebte meinen Beruf und ich durfte in den unterschiedlichsten Einrichtungen arbeiten.

Meine Heirat mit Anfang 30 war eine dieser neuen Türen, hinein in ein Leben auf dem Land, mit kurz danach anbrechenden Pflegejahren unserer vier Elternteile. 12 Jahre unserer Ehe dauerte diese Phase und ich war da für unsere Eltern, weil es damals einfach richtig war für mein Verständnis von Zuwendung, Verantwortungsgefühl und Achtsamkeit den Menschen gegenüber, die mir herzlich verbunden waren. Viel Belastendes geschah zusätzlich in diesem Dutzend meines Lebens, bis wir mit Ende des Jahres 2000 nur noch zu zweit waren.

Ein großes Haus, ein Riesengarten – nicht genug, um mich zufrieden sein zu lassen.

Die nächste Tür schwang auf zu meiner kreativen Phase: meine Jungs entstanden :-)

Fast sechs Jahre lang baute ich sie aus ganzen Holzstämmen – am liebsten war mir Birke, aber auch Kiefer und Buche veränderte sich unter meinen Händen zu „Henning“, „Bonte“, „Kjell“ und wie sie alle hießen! Ich sägte, hämmerte, schraubte, tackerte, malte – und ich war glücklich!

Petras Wichtelwerkstatt entstand.

 

2006 schlugen die Pforten meiner Wichtelwerkstatt, ohne einen Rückweg offen zu lassen, zu. Schwere Krankheiten trafen uns. In mein Leben trat der Krebs und mit ihm in den Folgejahren immer mehr, was an meinen Kräften zehrte und meinem Leben eine völlig unerwartete Wende gab.

Ich lernte, Wege zu gehen, die ich am liebsten noch nicht einmal vom Hörensagen hätte kennen wollen. Ich lernte aber auch jemanden kennen, dessen ich mir so nie vorher bewusst gewesen war: mich selbst. Meine Stärken, meine Schwächen, meinen Schmerzpegel, meine Hoffnungslosigkeiten, meinen Lebensmut und die Lebensfreude, die trotzdem immer da waren – ja, die eigentlich erst in dieser grauen Zeit so richtig wuchsen und mich trugen.

 

An anderer Stelle habe ich schon beschrieben, warum ich dann 2010 mit dem Schreiben begann. Dieser Schritt war der wichtigste, bedeutsamste und beste meines Lebens. Ich tue seitdem das, was mich erfüllt. Ein an Gefühlsfarben sehr reiches Leben ist es bisher gewesen, die ich mittels meiner Texte weitergebe, um Mut zu machen.

Erst die Vielzahl unserer Lebens-Mosaiksteine lässt sie entstehen: unsere Authentizität und unsere eigene Mitte.

Und nun Bühne frei für meine Jungs, die sich weit über die Grenzen Deutschlands verkauft haben. Sie alle sind - wie auch die Lyrika-Bücher:

 

Petra´s Wichtel-Werkstatt

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